WWF World Wide Fund For Nature

WWF fordert Nachbesserungen an internationaler Wasser-Resolution
Abschlusspapier in Den Haag vernachlässigt Schutz der Natur als Basis für sauberes Wasser

Rastatt, Den Haag (ots) - Zum Abschluss des Welt-Wasser-Forums in Den Haag kritisiert die Umweltstiftung World Wide Fund For Nature (WWF) die verabschiedete Resolution als unzureichend. Ziel des Papiers ist es, weltweit den Zugang zu sauberem und ausreichendem Trinkwasser zu gewährleisten. Der WWF bemängelt, dass Naturschutz als Grundlage für sauberes Wasser nicht in ausreichendem Maße in die Resolution einbezogen sei. Zudem gehören die Entwicklungsländer nach Ansicht des WWF zu den größten Verlierern. "Dies ist eine schwache Resolution," urteilte Richard Holland, Leiter der WWF-Kampagne "Lebendiges Wasser" über das Abschluss-Dokument der Ministerkonferenz in Den Haag. "Sie basiert auf einem grundlegenden Missverständnis über die Rolle der Natur für Bedürfnisse des Menschen wie Trinkwasser und Nahrungsmittelproduktion", erläuterte Holland. Die regionalen Richtlinien, die sich aus dieser Resolution ergeben, sind nach Ansicht des WWF teilweise zu dehnbar. So besteht beispielsweise die Gefahr, dass die Vorgaben für Südafrika als Freibrief für den Bau unnötiger neuer Staudämme ausgelegt werden - verbunden mit hohen finanziellen und ökologischen Verlusten - statt umweltfreundliche Methoden anzuwenden. Der WWF ruft zu Nachbesserungen an der Resolution bis August 2000 auf, um die Ziele besser mit dem Bedarf an Trinkwasser, Nahrung, Hygiene und Energie abzustimmen und gleichzeitig die Umwelt zu schützen. Außerdem fordert er ein Ende von unsinnigen Subventionen, die zwar kurzfristig die Verfügbarkeit von Wasser erhöhen, aber den Erhalt der Ressource Wasser vernachlässigen. "Auf dem Forum wurde viel darüber diskutiert, ob Wasser ein Gemeinschaftsgut, ein Wirtschaftsgut oder ein Menschenrecht ist," resümierte Biksham Gujja, Leiter des WWF-Wasserprogramms. "Eines jedoch ist Wasser aus unserer Sicht in keinem Fall: ein Gut, das auf Kosten der Armen und der Natur ausgebeutet werden darf." ots Originaltext: WWF Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen erhalten Sie bei: Anja Rech, Pressereferentin im WWF-Auen-Institut, Tel.: 0 72 22/38 07-14, Fax -99 vor Ort: Lisa Hadeed, Tel.: 0041 22 372 1346 (spricht englisch) E-Mail: rech@wwf.de, Internet: www.panda.org/europe/freshwater Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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