WWF World Wide Fund For Nature

Überfischte Meere - leere Teller?
WWF und Verbraucher-Zentrale des Landes Bremen stellen Einkaufsführer für Fisch und Meeresfrüchte vor

Bremen (ots) - Immer größere Fangflotten, zerstörerische Fischereimethoden und die wachsende Nachfrage nach Fisch und Meeresfrüchten ruinieren die Ozeane. Heute sind bereits 60 Prozent der weltweit wertvollsten Fischbestände entweder überfischt oder bis an ihre Grenzen befischt. Damit Fisch nicht bald zur seltenen Delikatesse wird, setzen der WWF und die Verbraucher-Zentrale des Landes Bremen auch auf die Einflussmöglichkeiten der Verbraucher und haben einen Einkaufsführer Fisch erstellt: Bei jedem Fischeinkauf kann so dazu beigetragen werden, die Ausbeutung der Meere zu verhindern. Die Lieblingsfische der Deutschen wie Alaska-Seelachs, Kabeljau, Tunfisch, Seelachs, Rotbarsch und Scholle sind in den meisten Fanggebieten überfischt. Schollen werden zudem mit schweren Baumkurren gefischt, die den Meeresboden durchpflügen und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Dabei sind nur ein Drittel des Fangs Schollen, der Rest sind andere Meerestiere, die als Beifang tot oder sterbend über Bord geworfen werden. Auch beim Tunfischfang sterben Tausende von Seevögeln, Haien und Meeresschildkröten als Beifang. "Mit ihrer bewussten Kaufentscheidung z.B. für Atlantische Makrele, Island-Kabeljau, Pazifischen Heilbutt oder Alaska-Wildlachs, die vergleichsweise umweltfreundlich gefischt werden, zeigen Verbraucher der Politik und Fischwirtschaft, dass sie Fische wollen, die aus gesunden Beständen stammen und mit umweltverträglichen Methoden gefangen wurden", sagte Heike Vesper, Fischereiexpertin des WWF. "Wir empfehlen, ein- bis zweimal pro Woche mageren Seefisch zu essen, der nicht aus überfischten Fanggebieten stammen darf", sagte die Verbraucher-Zentrale. "Fisch ist ein wertvolles Nahrungsmittel und sollte deshalb in seiner Vielfalt auch den kommenden Generationen zur Verfügung stehen." Zur Sicherung der Fischbestände fordert der WWF den Abbau der viel zu großen EU-Fischereiflotte, Senkung der Fangquoten, Reduzierung des Beifangs und Förderung umweltverträglicher Fangmethoden. ots Originaltext: WWF Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: Heike Vesper WWF, Tel. 0421-6584623 oder Tel. 0172-4212396 Theodora Plate Verbraucher-Zentrale des Landes Bremen Tel. 0421- 1607785 Regina Aschmann Verbraucher-Zentrale des Landes Bremen Tel. 0421-1607784 Presseinformation WWF-Fachbereich Meere und Küsten · c/o Ökologiestation Presseinformation Die Umweltstiftung WWF-Deutschland ist eine der nationalen Organisationen des WWF - World Wide Fund for Nature mit Sitz in CH-Gland Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Weitere Meldungen: WWF World Wide Fund For Nature

Das könnte Sie auch interessieren: