WWF World Wide Fund For Nature

WWF warnt: Ohne Naturschutz kein sauberes Wasser
Abschlussdeklaration in Den Haag ohne Schutz der Feuchtgebiete sinnlos

    Rastatt, Den Haag (ots) - Zur Eröffnung des internationalen
Wasserforums in Den Haag betonte die Umweltstiftung World Wide Fund
For Nature (WWF), dass die erwartete Abschlussdeklaration den Zugang
zu sauberem Wasser für alle Menschen sicherstellen müsse. Dies könne
nur erreicht werden, wenn man die Natur als Grundlage für die
weltweite Wasserversorgung verstärkt schütze.
    
    WWF, selbst Teilnehmer des Forums, befürchtet, dass eine schwache
Deklaration auf Kosten der Natur gehen könnte. "Wir sind besorgt,
dass dieses Abkommen den Schutz der Natur ausklammert", sagte Richard
Holland, der Leiter der WWF-Kampagne "Lebendiges Wasser". "So lange
die entscheidenden Grundlagen - Qualität und Menge des verfügbaren
Wassers - nicht gewährleistet sind, helfen uns keine noch so hohen
Finanzierungshilfen, keine institutionellen Reformen oder
hochkarätigen technischen Neuerungen aus der globalen Wasserkrise."
Nach Ansicht des WWF muss dazu die Fläche der geschützten und
renaturierten Feuchtgebiete deutlich erhöht werden. Zudem müsse ein
Management der Wasserressourcen grenzüberschreitend erfolgen und sich
auf die gesamten Wassereinzugsgebiete beziehen.
      
    Der WWF fordert, die Abschlussdeklaration müsse folgende Punkte
enthalten:
    
    - verantwortungsbewusstes Handeln auch des privaten Sektors, um
weitere Umweltverschmutzung, Landschaftszerstörung und eine ungleiche
Verteilung der natürlichen Ressourcen zu vermeiden,
    - ein größeres Engagement der Industrienationen, um arme Staaten
finanziell und technisch zu unterstützen und mit dem notwendigen
Know-how auszustatten,
    - Anstrengungen zum Klimaschutz und zur Reduktion der
Treibhausgase müssen in einem integrierten Ansatz erfolgen, der die
engen Verflechtungen zwischen Wasser, Wald und Klima berücksichtigt.

    "Bevor sie nun kunstvolle Programme für die künftige Sicherheit
des Wassers austüfteln, müssen sich die Länder als allererstes zum
Schutz der Natur als Grundlage für unser Wasser verpflichten", sagte
Holland.
    
ots Originaltext: WWF-Fachbereich Flüsse und Auen, WWF-Auen-Institut
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