WWF World Wide Fund For Nature

Rückschlag für die Theiß
WWF fordert Sofortmaßnahmen an Unfallstelle
Langzeitfolgen befürchtet

Budapest, Rastatt (ots) - Der neue Giftunfall in Rumänien hat einen 150 Kilometer langen Flussabschnitt der Theiß betroffen, der von der Cyanid-Katastrophe vor fünf Wochen verschont geblieben war. Davon hat sich die Umweltstiftung World Wide Fund For Nature (WWF) heute vor Ort überzeugt. "Die Auswirkungen sind zum Glück nicht so dramatisch wie kürzlich in Baia Mare, aber sie sind dennoch ein Rückschlag für die Selbstheilung des Flusses, auf die wir hoffen", kommentierte Dr. Erika Schneider, Donau-Expertin im WWF-Auen-Institut in Rastatt. Den nun betroffenen Flussabschnitt der Theiß beurteilen die WWF-Wissenschaftler als ökologisch hochwertig. "Von hier aus sollten die Wasserlebewesen sich im Laufe der Zeit wieder in die geschädigten Gebiete ausbreiten. Wenn dieser Selbstreinigungsprozess nun gefährdet ist, sieht es für den Fluss schlecht aus", betonte Schneider. Gefährlich seien mögliche Langzeitfolgen, da sich Schwermetalle in den Organismen anreichern könnten und jahrelang eine schleichende Vergiftung bewirken würden. Nach der Ortsbesichtigung forderte der WWF Sofortmaßnahmen: Der Schlamm, der sich noch am Unfallort befinde, müsse schnellstmöglich durch einen Damm gesichert werden, damit er sich nicht mit erneuten Niederschlägen ausbreite. Philip Weller, Leiter des Donau-Karpaten-Programms des WWF und Mitglied der EU-Task-Force, die den Cyanid-Unfall untersucht, sagte: "Der zweite Unfall zeigt erneut, wie wichtig eine komplette Übersicht über die Gefahrenstandorte aus dem Bergbau wäre." Eine solche Liste hatte der WWF schon mehrfach bei der EU-Kommission angemahnt. "Tickende Zeitbomben wie diese Bergbauunternehmen in Rumänien bedrohen uns überall in Europa", fügte Weller hinzu. EU-Umweltkommissarin Margot Wallström hatte nach dem Unglück in Baia Mare erste Schritte zugesichert. Der WWF hat am Donnerstag einen Fünf-Punkte-Plan vorgestellt, um die ökologischen Schäden so schnell wie möglich zu beheben. ots Originaltext: WWF Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen erhalten Sie bei: Philip Weller, Leiter des WWF-Donau-Karpaten-Programms Tel.: 0043-676-4446601 Anja Rech, Pressereferentin im WWF-Auen-Institut, Tel.: 0171/589 72 26 E-Mail: rech@wwf.de, Internet: http://www.wwf.de Die Umweltstiftung WWF-Deutschland ist eine der nationalen Organisationen des WWF - World Wide Fund For Nature mit Sitz in CH-Gland Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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