WWF World Wide Fund For Nature

WWF warnt vor Scheitern des UN-Umweltgipfels. Umweltverband hofft auf auf Bundeskanzlerin Merkel.

    Bonn/Frankfurt (ots) - - Interviewpartner vor Ort in Bonn: Jörg Roos, WWF-Naturschutzexperte, Tel. 0162-2914483 oder Ralph Kampwirth, WWF-Pressesprecher, Tel. 0162-2914473

    Der WWF warnt zur Halbzeit des noch bis zum 30. Mai andauernden UN-Umweltgipfels vor einem Scheitern der Verhandlungen. "In Bonn steht nicht weniger als die Zukunft der Artenvielfalt auf dem Spiel. Doch die Konferenz tritt bislang auf der Stelle", kritisiert WWF-Naturschutzexperte Joerg Roos. Bei wichtigen Themen wie der Ausweisung von Schutzgebieten drohten sogar Rückschritte gegenüber früheren Gipfeltreffen. "So wird es die Staatengemeinschaft nie und nimmer schaffen, den Rückgang der biologischen Vielfalt bis 2010 zu bremsen."

    Von dem Ziel, für mehr Gerechtigkeit zwischen Nord und Süd bei der Nutzung von Pflanzen und Tieren zu sorgen, seien die Delegierten noch weit entfernt. WWF-Experte Roos: "Konzerne aus den Industrienationen nutzen die Artenvielfalt der armen Laender für Medikamente oder andere gewinnbringende Produkte, ohne die Herkunftsländer an den Gewinnen zu beteiligen. Dieser Skandal muss ein Ende haben. Aber im Moment sieht es nicht danach aus."

    Der WWF hofft jetzt auf Gastgeber Deutschland. "Vielleicht kann Kanzlerin Merkel das Ruder noch herumreißen", so Roos. Ein starkes Signal der Kanzlerin mit klaren Finanzzusagen Deutschlands könne weitere Staaten zu konkreten Zusagen bewegen. Die Bundesregierung habe mit ihrer Ankündigung, weitere 40 Millionen Euro für Schutzgebiete in ärmeren Ländern bereit zu stellen, für den bislang einzigen Lichtblick des Gipfels gesorgt. Allerdings müsse auch Berlin noch deutlich tiefer in die Tasche greifen, um Rückgang der biologischen Vielfalt zu bremsen, fordert der WWF.

    Unterdessen hat der WWF in Bonn eine Initiative gestartet, mit der der Verlust der Wälder bis 2020 gestoppt werden soll. "Wir unterbreiten den Staaten ein attraktives Angebot, um ein komplettes Scheitern der UN-Konferenz zu verhindern", so Roos.

Pressekontakt:
Ralph Kampwirth, Pressesprecher WWF, Tel. 0162-2914473

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