WWF World Wide Fund For Nature

WWF: Waldverlust bis 2020 stoppen. Vor Auftakt der Bonner UN-Konferenz zur biologischen Vielfalt: Globale Initiative zum Schutz der Wälder gefordert.

    Frankfurt (ots) - Vor dem am Montag in Bonn beginnenden zweiwöchigen UN-Umweltgipfel zur biologischen Vielfalt fordert der WWF eine neue Initiative zum Schutz der Wälder. Derzeit gehen nach Angaben der Umweltstiftung jedes Jahr 13 Millionen Hektar Wald verloren. Dabei erfüllen Wälder wichtige ökologische Funktionen, von denen auch der Mensch profitiert. Wälder liefern Holz, produzieren Sauerstoff, speichern Kohlenstoff und Wasser, bewahren vor Überflutungen und schützen vor Bodenersionen. Bis 2020, so der WWF, müsse der Netto-Waldverlust auf Null sinken. Weiterhin solle sich die Staatengemeinschaft darauf verpflichten, bis 2050 wieder ein globale Waldfläche und -qualität auf dem Niveau des Jahres 2000 zu erreichen.

    "Der Stopp der Entwaldung bis 2020 ist ein konkretes Ziel für den UN-Gipfel. Wir werden die Staaten daran messen", kündigte der WWF-Experte für Biodiversität, Jörg Roos, an. Der WWF werde die Umweltminister auffordern, noch während der Konferenz eine entsprechende Erklärung zu unterzeichnen.

    Der weltweite Waldverlust ist eine der Hauptursachen für den Klimawandel. Die Tropenwälder bergen die größte Artenvielfalt des Planeten. Wie der anlässlich der UN-Konferenz vom WWF veröffentlichte "Living Planet Index 2008" zeigt, sind die Bestände ausgewählter Wirbeltierarten in tropischen Regionen seit 1970 um nahezu die Hälfte geschrumpft. Bei vielen Arten ist die Lage sogar noch dramatischer. So hat die Zahl der Orang-Utans binnen 15 Jahren von 180.000 um fast zwei Drittel auf nur noch 62.000 Tiere abgenommen. "Nirgendwo ist der Artenverlust alarmierender. Wenn wir die Wälder weiter zerstören, zerstören wir unsere Lebensgrundlagen und die künftiger Generationen," so Roos.

Pressekontakt:
Der WWF auf dem UN-Umweltgipfel:

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