WWF World Wide Fund For Nature

Weltweiter Einsatz der Politik für sauberes Wasser?
WWF-Präsident übergibt Aufruf gegen globale Wasserkrise anlässlich World Water Forum in Den Haag

Den Haag, Rastatt (ots) - Sauberes Wasser für Mensch und Natur muss der Schwerpunkt der Gespräche beim anstehenden World Water Forum sein. Dazu forderte gestern Ruud Lubbers, der Präsident der internationalen Umweltorganisation World Wide Fund For Nature (WWF), führende Politiker auf. Vom 17. bis 22. März findet in Den Haag das World Water Forum, eine internationale Ministerkonferenz zum Thema Wasser, statt. Lubbers, der ehemalige Premierminister der Niederlande, verwies in einem Pressegespräch auf die globale Wasserkrise. "Massive Fehler beim Umgang mit Wasser als begrenzter Ressource führen zur unnötigen Zerstörung von Flüssen, Seen und anderen Feuchtgebieten", erläuterte Lubbers. "Die Erfahrung zeigt, dass die Schäden, die wir Feuchtgebieten zufügen, ein Vielfaches an Folgekosten für die Menschheit verursachen." Nur wenn die Natur als Grundlage für sauberes Wasser erkannt und geschützt werde, könne diese Wasserkrise abgewendet werden. Als Hauptursachen nannte Lubbers Landnutzung, Flussausbau, Entwaldung und Verschmutzung. Sie führen zu weitreichenden Problemen an Gewässern, die sich negativ auf die Lebensqualität der Menschheit auswirken. Ein Fünftel der Weltbevölkerung habe keinen Zugriff auf sauberes Trinkwasser, und knapp drei Milliarden Menschen lebten unter mangelhaften sanitären Bedingungen. Für Europa besonders bedrohlich ist die Hochwassergefahr. Grund dafür ist vor allem der Verlust von natürlichen Überschwemmungsgebieten. "Weltweit sind alleine in den letzten dreißig Jahren mehr als ein Drittel aller Süßwasser-Ökosysteme verloren gegangen", mahnte Lubbers. "Gesellschaftliche Entwicklung und Umweltschutz müssen Hand in Hand gehen, um eine globale Wasserversorgung zu gewährleisten", forderte der WWF-Präsident. "Der Schutz des Wassers und der Feuchtgebiete muss künftig als ökonomische Notwendigkeit verstanden werden", fügte er hinzu. Bei dem Ministertreffen am Rande des World Water Forums in Den Haag wird es vermutlich ein internationales Abkommen zum Umgang mit der globalen Wasserkrise geben. Der WWF hat aus diesem Anlass einen Aufruf an die Spitzen in Politik und Wirtschaft veröffentlicht, in dem er den Schutz von Wasser auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene fordert. ots Originaltext: WWF Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen erhalten Sie bei: Anja Rech, Pressereferentin im WWF-Auen-Institut, Tel.: 0 72 22/38 07-14, Fax -99 E-Mail: rech@wwf.de, Internet: www.wwf.de Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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