WWF World Wide Fund For Nature

Jobkiller Naturschutz?
WWF zeigt Beispiele für einen Naturschutz der Arbeitsplätze schafft und fordert sinnvollen Einsatz der Europäischen Finanzmittel

Frankfurt (ots) - Die Umweltorganisation WWF-Deutschland stellte heute auf ihrer Veranstaltung "Natur schützen - Arbeitsplätze schaffen" Beispiele aus ganz Europa vor, die zeigen, dass Naturschutz Arbeitsplätze schaffen kann. "Intakte Natur ist für viele Regionen in Europa ein wichtiges Potenzial, um wirtschaftliche Entwicklung voran zu bringen", betonte Hilmar Freiherr v. Münchhausen, Experte für Agrar- und Regionalpolitik beim WWF-Deutschland. "Die Vergabe von EU-Fördermitteln muss daher unbedingt auch Umweltkriterien berücksichtigen." In diesem Zusammenhang kritisierte der WWF den regionale Entwicklungsplan, der in den neuen Bundesländern gewerbliche Wirtschaft, Infrastruktur, Umwelt und Bildung fördern soll. Wegen der mangelhaften Umsetzung einer europäischen Naturschutzrichtlinie forderte der WWF die Europäische Kommission auf, hart zu bleiben und die 40 Milliarden DM Strukturhilfe für den Zeitraum von 2000 - 20006 nicht zu genehmigen. "Solange die Bundesländer die Flora-Fauna-Habitat Richtlinie nicht zufriedenstellend umsetzen, dürfen auch keine europäischen Fördermittel in diese Länder fließen", bekräftigte Münchhausen. Die vom Bundesumweltministerium im vergangenen Herbst vorgelegte Umweltverträglichkeitsprüfung des Regionalentwicklungsplans sei völlig zu überarbeiten. "Die geplante starke Konzentration auf den Straßenbau ist im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung in Ostdeutschland völlig unakzeptabel und konterkariert die Klimaschutzziele in Deutschland", so Münchhausen. Um eine nachhaltige ländliche Entwicklung zu fördern müsse auch die Agrarpolitik, mit rund 50% der Finanzmittel wichtigster Politikbereich in Europa, endlich einen substanziellen Beitrag leisten. "Anstatt den Landwirten mit Hilfe von Subventionen den Abschied aus der agrarischen Planwirtschaft zu versüßen, sollte das Geld lieber eingesetzt werden, um Anreize für den Umstieg auf ökologischen Landbau zu geben, regionale Vermarktungsstrategien zu fördern und um Umwelt- und Naturschutz in der Landwirtschaft zu finanzieren", unterstrich Münchhausen. Zukünftig sei die europäische Agrar- und die Regionalpolitik stärker miteinander zu verzahnen. Nur eine Politik, die Kreativität, Innovation und Unternehmergeist belohnt, wird die zentrale Herausforderung für ländliche Räume, Natur zu schützen und Arbeitsplätze zu schaffen, langfristig lösen, so der WWF. ots Originaltext: WWF Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen und die Unterlagen zur Tagung "Natur schützen - Arbeitsplätze schaffen" erhalten Sie bei der Umweltstiftung WWF-Deutschland: Katrin Altmeyer, Pressestelle, Tel 069 - 79144-214 Hilmar Freiherr v. Münchhausen, Leiter des Referats Landwirtschaft & Ländliche Entwicklung, Tel. 069/ 79144147 oder 0171/ 8315105 Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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