WWF World Wide Fund For Nature

WWF: Nächster Dammbruch nur eine Frage der Zeit
30 Unfälle in Erzminen in den vergangenen drei Jahrzehnten

    Frankfurt a. M. (ots) - Die internationale Umweltorganisation World Wide Fund For Nature (WWF)  warnte vor weiteren katastrophalen Unfällen beim Erzabbau. Die Giftflut aus der rumänischen Goldmine in Baia Mare sei kein Einzelfall. Der WWF verwies auf eine Bestandsaufnahme des World Information Service on Energy (WISE). Die Organisation listet über 30  Dammbrüche seit 1970 auf.

    "Rumänien ist überall", betont Georg Schwede, Geschäftsführer der Umweltstiftung WWF-Deutschland. Beim Erzabbau werde der Umweltschutz sträflich vernachlässigt. Die tickenden Zeitbomben müssen dringend entschärft werden. Wir brauchen  international schärfere Vorschriften," so Schwede. Die WISE-Liste zeigt, dass es in den vergangenen Jahren zu ähnlich schwerwiegenden ökologischen Folgen gekommen ist wie in Rumänien. Im  April 1999 sind von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt 700.000 Tonnen Cyanid aus einem Leck einer Goldmine auf den Philippinen ausgetreten. Die Giftbrühe überschwemmte  51 Hektar eines Reisanbaugebietes.  1998 kam  es in Spanien gleich zu zwei Unfällen: Zusätzlich zu der Katastrophe in der Donana im April seien Sylvester 1998 rund 50.000 Kubikmeter giftige Flüssigkeit aus einer Phosphatmine ausgetreten.

    Der WWF hatte bereits 1998 eine Studie über die Gefährdung von Flüssen durch Abwasserunfälle im Bergbau vorgelegt. Darin wurde ein Teil der kritischen Standorte in Europa identifiziert. "Diese erste Erfassung reicht nicht aus," so Schwede. Der WWF fordert, die Standorte systematisch zu erfassen und den geotechnischen Sicherheitsstandard zu erhöhen.

    Die WISE Liste über Bergbauunfälle kann in englischer Sprache im Internet abgerufen werden unter:

    http://antenna.nl/wise/uranium/mdaf.html

    Die WWF-Studie "Toxic waste storage sites in EU countries"ist ebenfalls über das Internet abrufbar unter: http://www.wwf.dk/freshwater/donanaspill.html

    Weitere Infos: http://www.panda.org/crisis

ots Originaltext: WWF
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Weitere Informationen:
Umweltstiftung WWF Deutschland, Pressestelle, Jörn Ehlers,
069 / 791 44 145

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