WWF World Wide Fund For Nature

Giftflut rottet Fischotter in Ungarn aus
WWF vermutet, dass alle 400 Tiere durch vergiftete Fische verendet sind

Rastatt, Budapest (ots) - Nach Einschätzung des World Wide Fund For Nature (WWF) starben durch die Giftflut aus der rumänischen Goldmine alle Otter in den ungarischen Flüssen Theiß und Szamos. Kurz vor der Katastrophe seien dort noch etwa 400 dieser seltenen Tiere gesehen worden. Nun gebe es von ihnen keine Spur mehr. Der WWF geht davon aus, dass die Fischotter nach dem Verzehr vergifteter Fische in ihrem Bau starben. "Die Otter werden nicht die letzten Opfer der Giftflut bleiben", befürchtet Anja Rech, Pressereferentin im WWF-Auen-Institut. So seien auch schon zwei tote Seeadler entdeckt worden. "Jetzt muss alles getan werden, damit sich solche Unfälle nicht wiederholen!", betonte Rech. Der WWF kritisiert, dass ähnliche Gefahrenstandorte in Europa bislang noch nicht einmal vollständig erfasst seien. In einer Studie hatte die Umweltorganisation schon vor fast zwei Jahren aufgelistet, dass es derartige ungesicherte Bergwerke auch in Ländern wie Schweden und Italien gibt. Der Fischotter ist in ganz Europa stark gefährdet. Zwei tote Tiere wurden bereits am Ufer des Szamos entdeckt. Der WWF befürchtet, dass alle Tiere verendet sind. Experten der ungarischen Umweltorganisation "Foundation für the Otters" planen nun, zwei der ihnen bekannten Baue zu öffnen, um Gewissheit zu bekommen. Ein Erlöschen des Bestandes wäre auch deshalb besonders dramatisch, weil die Otter zu dieser Zeit Junge haben. Der Fischotter (Lutra lutra) ist ein typisches Tier der Flussauen. Er wird über einen Meter lang und lebt in Höhlen am Flussufer. Er schwimmt behende und fängt dabei Fische, von denen er sich ernährt. Eine der größten noch vorhandenen Otterpopulationen lebt in Ungarn mit insgesamt etwa 2000 Tieren. Die meisten dieser Tiere haben ihren Lebensraum entlang der Flüsse Szamos und Theiß. Diese Flüsse wurden bei einer Giftkatastrophe im Nordwesten Rumäniens am 30. Januar durch etwa 100.000 m3 Schadstoffe, darunter hochgiftige Cyanide, verseucht. ots Originaltext: WWF-Deutschland Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de Weitere Informationen erhalten Sie bei: Anja Rech, Pressereferentin im WWF-Auen-Institut, Tel.: 0 72 22/38 07-14, Fax -99 E-Mail: rech@wwf.de, Internet: http://www.wwf.dk/freshwater/publications.html Dort finden Sie die Studie "Toxic waste storage sites in EU countries". Die Umweltstiftung WWF-Deutschland ist eine der nationalen Organisationen des WWF - World Wide Fund For Nature mit Sitz in CH-Gland Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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