WWF World Wide Fund For Nature

Naturschützer fordern Ende der Verhandlungsblockade am Oberrhein
Ausweisung als Ramsar-Gebiet verschleppt
Gemeinsamer Brief an elsässischen Präfekten

    Rastatt (ots) - Sechs deutsche und französische Umweltverbände,
darunter der World Wide Fund For Nature (WWF), haben in einem
gemeinsamen Brief an den Präfekten der Region Elsass gefordert, die
stockenden Verhandlungen, mit denen der Oberrhein zum Feuchtgebiet
von internationaler Bedeutung ernannt werden soll, endlich
fortzusetzen.
    
    Der deutsche und der französische Umweltminister befürworteten
diese Ausweisung schon im August 1992. Dass seitdem nichts passiert
ist, kritisierten die Verbände nun. Zwar habe auch der Ministerrat
von Baden-Württemberg dem Antrag bereits zugestimmt, doch das Elsass
breite Schweigen über die Angelegenheit. In ihrem Brief schreiben die
Naturschützer: "Wir verstehen den Grund für dieses Schweigen nicht."
    
    Nun verlangen die beteiligten Organisationen WWF, BUND, NABU,
Alsace Nature, LPO und Conservatoire des Sites Alsaciens eine
Begründung für die Blockade. Außerdem rufen sie den Präfekten dazu
auf, die grenzüberschreitenden Beratungen, bei denen er federführend
ist, wieder aufzunehmen.
    
    Die Ramsar-Konvention zum Schutz der Feuchtgebiete von
internationaler Bedeutung symbolisiert das Bemühen von 117 Nationen,
Feuchtgebiete vor weiteren Schädigungen zu bewahren. Seit
Inkrafttreten des Abkommens 1971 wurden über 1 000 dieser wertvollen
Ökosysteme aufgelistet. 32 davon liegen in Deutschland, in Frankreich
17. Auch der Oberrhein gilt als Gebiet von internationaler Bedeutung,
da hier im Durchschnitt jährlich 100 000 Wasservögel rasten. Dabei
würde die Ausweisung des Ramsargebiets keine strengen Schutzauflagen
nach sich ziehen, sondern sie würde eine nachhaltige Entwicklung der
Region fördern. "Dies bedeutet sogar eine Chance für die Region",
betonte Dr. Edith Wenger, Umweltjuristin im WWF-Auen-Institut in
Rastatt.
    
    
ots Originaltext: World Wide Fund For Nature (WWF)
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Tel.: 0 72 22/38 07-14
E-Mail: rech@wwf.de, Internet: www.wwf.de

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