Unfallforschung der Versicherer

Autositztest 2008: Trotz Verbesserungen zum Vorjahr immer noch 41 Prozent aller Sitze mäßig oder schlecht

Berlin (ots) - Bei den insgesamt 192 getesteten Autositzen des Modelljahrs 2008 hat es gegenüber den Vorjahren einige Verbesserungen gegeben. Der Anteil der "gut" getesteten Sitze ist von 19 Prozent (2006) auf jetzt 36 Prozent gestiegen (2007 - 28 Prozent). Das haben Aufprallversuche ergeben, die beim britischen Testinstitut Thatcham durchgeführt wurden. Die Ergebnisse hat jetzt die Unfallforschung der Versicherer (UDV) für den deutschen Markt exklusiv veröffentlicht ( www.udv.de ). Dennoch bleibt noch viel zu tun, da immerhin jedes sechste Automodell (16 Prozent) eine schlechte Sitz-Kopfstützen-Kombination hat. Bei Kleinwagen und Minivans besteht derzeit noch der größte Verbesserungsbedarf für den Schutz beim Heckaufprall.

Die Information für den Autokauf, welches Modell gute oder schlechte Sitze hat, ist unter www.udv.de abrufbar. "Doch auch bei einem guten Sitz kann Sicherheit verspielt werden", warnt Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer, "wenn Kopfstützen und Lehnen nicht richtig eingestellt sind."

In aufwändigen numerischen Simulationen haben die Experten der UDV nachgewiesen, dass auch eine gute Sitz-Kopfstützen-Kombination ihre Wirkung bei einem Heckaufprall dann nicht entfalten kann. "Falsch bedeutet in der Regel", so Brockmann, "Kopfstütze zu niedrig und Lehne zu flach." Die Faustregel für die richtige Einstellung: Die Oberkante des Kopfes sollte möglichst mit der Oberkante der Kopfstütze abschließen und der Abstand zwischen Hinterkopf und Kopfstütze sollte so gering wie möglich sein.

Pressekontakt:

Klaus Brandenstein 
Unfallforschung der Versicherer (UDV)
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