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Westfalen-Blatt: zur Studie über Erbschaften

Bielefeld (ots) - Die Reichen vererben noch viel mehr Vermögen als bislang gedacht: Dieses Ergebnis der von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in Auftrag gegebenen Studie befeuert den Wahlkampf. Da möchte man doch wirklich fragen: Ist das noch gerecht? Doch langsam. Was sagt die Studie denn nun wirklich aus? Erstens: Große Vermögen werden im Laufe der Zeit oft noch größer, weil sie durch Verzinsung und Wertsteigerung wachsen. Zweitens: Wer viel Geld verdient, dem fällt das Sparen leichter als Kleinverdienern. Mal ehrlich: Ist das wirklich neu? Hohe Einkommen werden heute schon hoch besteuert. Ein paar Euro mehr täten Großverdienern aber sicher nicht weh. Bei der Erbschaftsteuer hingegen hat die Große Koalition nach langem Ringen mit dem Bundesrat gerade erst eine Neuregelung gefunden, die Firmenerben noch engere Grenzen beim Steuererlass setzt. Deutschland geht es so gut wie lange nicht mehr. Familienunternehmen haben daran großen Anteil. Das sollte bedenken, wer nach einer höheren Erbschaftsteuer ruft.

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