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Westfalen-Blatt: zum BGH-Urteil

Bielefeld (ots) - »Wenn Leib und Leben zu Schaden kommen, müssen Täter ermittelt und bestraft werden«, sagte gestern ein Sprecher der Fan-Organisation »Unsere Kurve« zum Urteil des Bundesgerichtshofes, wonach Fußballklubs Krawallmacher zur Kasse bitten können. Der Fanvertreter fügte allerdings hinzu: Ob dies für kontrolliert angezündete Pyrotechnik auch gilt, sei für ihn zu hinterfragen. Es bleibt dabei: Teile der Fanszene sind unbelehrbar, halten Pyrotechnik und Bengalos für eine Art folkloristisches Accessoire ihres Stadionbesuches. Und auch auf dem Weg zu ihrem besonderen Kick darf es gerne etwas gröber zugehen. Deshalb ist das BGH-Urteil ein weiterer notwendiger Schritt, um dieser Bagatellisierung entgegenzuwirken. Fünfstellige Beträge schmerzen. Bleibt das Problem, der Täter habhaft zu werden. Denn die können weiterhin auf die Hilfe gewisser »Fans« bauen, die sich schützend und anonymisierend um die Täter gruppieren. Eine Frage möchte man dem oben genannten Fanvertreter gerne stellen: Warum hat nur der Fußball dieses Gewaltproblem? Finden diese Fans den Fußball vielleicht einfach nur - langweilig?

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