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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Gebärmutter-Transplantation

Bielefeld (ots) - An der Uniklinik Erlangen wollen Ärzte eine Gebärmutter verpflanzen. So soll Frauen, deren Uterus ungeeignet ist, doch noch schwanger werden.

Das Vorhaben ist zweifelhaft. Transplantationen sind hochrisikoreich und werden sonst nur in Kauf genommen, weil sie die letzte Überlebenschance sind. Eine Transplantation, die »nur« den Kinderwunsch erfüllen soll, verschiebt alle Maßstäbe. Die Schwangerschaft kann nur unter Medikamenten aufrechterhalten werden, eine Abstoßung samt Fötus' ist trotzdem jederzeit möglich.

Erschreckend auch, dass die Ärzte die Gebärmutter am liebsten von der lebenden Schwester oder Mutter hätten. Welcher psychische Druck wird da auf Frauen ausgeübt, die ihre Verwandte unter der Kinderlosigkeit leiden sehen und vielleicht eine moralische Verpflichtung verspüren, helfen zu müssen?

Man muss sich fragen, ob hier nicht das Ego der Ärzte im Vordergrund steht. Zumal Kassen die OP sicher nicht bezahlen werden. Denn für künstliche Befruchtungen geben sie maximal ein Drittel dessen aus, was so eine Transplantation kosten soll.

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