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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Montenegro

Bielefeld (ots) - Als vor gar nicht so langer Zeit die Yacht des russischen Oligarchen Roman Abramowitsch vor Budva und Kotor kreuzte, war Montenegro für wohlhabende Russen ein angesagtes Ziel. Sie kauften Immobilien und ganze Strandabschnitte. Und wer eine Million Euro investierte, sollte mit einem Pass des ex-jugoslawischen Staates an die Adria gelockt werden. Diese Zeiten sind nicht erst seit gestern vorbei. Montenegro ist unabhängig und wird von seinem Regierungschef Milo Djukanovic schon seit Jahren auf Westkurs gehalten. Der wegen fragwürdiger Kontakte durchaus umstrittene Politiker ist seit 25 Jahren an der Macht und führt sein kleines Land auf einem euroatlantischen Weg. Dem Beitritt zur Nato soll die EU-Mitgliedschaft folgen. Dafür hat Djukanovic bereits mit Russland gebrochen und sich an den EU-Sanktionen gegen Russland beteiligt. Der Kreml reagiert, wie er immer reagiert, wenn sich die Nato ausdehnt. Aber Montenegro ist nicht die Ukraine. Die Ost-Adria ist jetzt geschlossenes Nato-Gebiet. Das ist ein Zeichen der Stärke, das in Moskau verstanden wird.

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