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Westfalen-Blatt: zur Konjunktur in der EU

Bielefeld (ots) - Europa darf sich an den mageren Zahlen nicht festhalten. Nicht nur die Brüsseler Kommission korrigierte gestern ihre bisherigen Erwartungen nach unten. Auch das Münchner Ifo-Institut listete auf, dass das Konjunkturbarometer zum vierten Mal in Folge abwärts ging. Europa verliert den Anschluss an die übrigen großen Staaten. Um das mit Daten zu untermauern: Während die Weltwirtschaft mutmaßlich um 3,1 Prozent in diesem Jahr anzieht, schleppen sich die 28 EU-Staaten mit dürren 1,8 Prozent hinterher. Der Anschluss geht verloren. Das Ergebnis ist nicht nur das Fazit der immer noch nicht ausgestandenen Staatsschuldenkrise, sondern auch des Schwächelns der großen, einstmals starken Mitglieder wie Frankreich, Spanien, Italien und sogar Finnland. Lichtblicke wie Irland, Malta, die Slowakei oder Polen können zwar selbst auf deutliche Zuwächse zählen, aber diese lösen keinen Sog aus, der die anderen mitreißt. Und ob Griechenland angesichts der Doppelbelastung von Sparhaushalt und Kosten für die Flüchtlingskrise wirklich im nächsten Jahr spürbar zulegt, steht auch noch in den Sternen. Die EU präsentiert sich zwar nicht schlecht, aber noch bei weitem nicht gut genug, um auf bessere Zeiten hoffen zu können.

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