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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Nato-Russland-Rat

Bielefeld (ots) - Es hat nur zwei Jahre gedauert, um die einigermaßen vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Moskau und der Nato zu zerschlagen. Dass es sehr viel mehr Zeit brauchen wird, diese Nähe wieder zu erreichen, erscheint absehbar.

Die erste Sitzung des Nato-Russland-Rates war keine Schwalbe, die allein ohnehin keinen Sommer bringt, und auch kein Silberstreif am Horizont. Die inzwischen zutiefst skeptischen Partner von einst haben sich zwar an einen Tisch gesetzt. Aber sie trennen Welten. Denn die Annektion der Krim, die russische Rolle in der Ukraine - all das kann und wird das Bündnis nicht einfach so hinnehmen. Sollte Präsident Wladimir Putin geglaubt haben, er könne einen Keil in den Westen treiben, so hat er sich verspekuliert. Auch wenn die Sanktionen der EU umstritten sind, auch wenn die Pläne der Allianz für eine Verlagerung ihrer Kampfverbände nach Osten nicht von allen aus vollem Herzen mitgetragen werden - es bleibt doch die einhellige Meinung aller Partner, dass Moskau seine militärischen Interventionen rückgängig machen muss, um wieder als gleichberechtigtes Mitglied in den diversen politischen Runden aufgenommen zu werden. Putin wird sich bewegen müssen - oder er zahlt weiter den hohen Preis der Ausgrenzung.

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