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Westfalen-Blatt: zu Gerry Weber

Bielefeld (ots) - Jahrelang verhalf die Expansionsstrategie dem Haller Modekonzern Gerry Weber zu einer fantastischen Wachstumsstory. Seitdem das Klima für die gesamte Modebranche aber umgeschlagen ist mit Frequenzverlusten in den Innenstädten und Kaufzurückhaltung der Kunden, trifft das System der immer weiter gesteigerten Zahl eigener Filialen das Unternehmen wie ein Bumerang. Kosten sind gleich hoch geblieben, Umsätze auf der gleichen Fälle aber deutlich gesunken. Diese Entwicklung hat das Erfolgsmodell zu einem Problemfall werden lassen. Jeden zehnten Mitarbeiter kostet das den Job, die Aktionäre haben zumindest auf dem Papier einen massiven Vermögensverlust erlitten. Der Modekonzern steckt in der Krise, zumal sein Image als angestaubt gilt. Die Probleme und Fehler der Vergangenheit sind erkannt. Das machte die Chefetage gestern mit einem hohen Maß an Selbstkritik deutlich. Jetzt geht der Blick nach vorne. Jetzt muss sich zeigen, dass die richtigen Schlüsse gezogen und Maßnahmen umgesetzt werden. Gerry Weber hat den Vorteil, den schmerzhaften Umbruch aus einer gewissen Stärke selbst gestalten zu können. Der Konzern schreibt schwarze Zahlen, verfügt über Kapital. Klar ist aber auch: diese Chance gilt es jetzt zu nutzen.

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