Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Grenzkontrollen

Bielefeld (ots) - So ist anscheinend der Mensch: Was etwas wert ist, merken wir erst, wenn wir es nicht mehr haben. Die schrittweise Wiedereinführung von Grenzkontrollen, mit der Flüchtlinge von der Einreise abgehalten werden sollen, wird natürlich Einfluss auf die Bewohner der Europäischen Union haben. Ob man nun 77 oder 470 Milliarden Euro errechnet, immerhin das Anderthalbfache des Bundeshaushalts: Riesig ist der Schaden auf jeden Fall. Mit weitreichenden Veränderungen ist es nun einmal so, dass sich ihre Dynamik vorher nur unzureichend berechnen lässt. Das war bei dem Wegfall der Grenzkontrollen. Und das wird bei ihrer Wiedereinführung genauso sein - nur in entgegengesetzter Richtung. Die exportstarken deutschen Unternehmen sind darauf angewiesen, dass ihre Waren jenseits der Grenzen schnell verfügbar sind. Und fast noch wichtiger: Dass Zulieferungen dann an der Maschine ankommen, wenn sie wirklich gebraucht werden. Die Erinnerung an die kilometerlangen Schlangen beispielsweise am Brenner und vor der polnischen Grenze können noch nicht ganz verblasst sein. Angesichts des in der Zwischenzeit stark gestiegenen Verkehrsaufkommens sind nur vermutlich nur ein flacher Abklatsch dessen, was da auf uns zukommen kann.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261
Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: