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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Jagdrecht

Bielefeld (ots) - Jahrelang haben NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) und die im Landesjagdverband organisierten Waidmänner in NRW um ein neues Jagdrecht gestritten - zum Teil unter der Gürtellinie. Spätestens seit der Verabschiedung des Gesetzes Ende April ist das Tischtuch zwischen beiden endgültig zerschnitten. Remmel dürfte klar gewesen sein, dass an eine wie auch immer geartete Kooperation mit den Jägern auf absehbare Zeit nicht mehr zu denken ist. Und genau diese Entwicklung holt ihn jetzt ein, die Retourkutsche der Jäger folgt auf dem Fuß: Wenn Remmel meine, in Ausnahmefällen müssten wildernde Katzen zur Sicherung der biologischen Vielfalt doch gejagt werden, dann soll er halt sehen, wie er das mache - aber ohne die Jäger. Auf die habe er zuvor ja auch nicht gehört. Der aktuelle Konflikt zeigt, wie fatal es ist, wenn aus politischen Gründen ein wichtiger Träger des Naturschutzes - und das sind die Jäger in vielen Bereichen - zur Seite gedrängt wird. Auch sie haben im heftigen Streit um das Jagdgesetz Fehler gemacht und sich nicht selten im Ton vergriffen. Minister Remmel allerdings hat mit seiner ideologisch gesteuerten Debatte jegliche Möglichkeit auf Konsens vorerst zerstört. Die Scherben muss er jetzt zusammenkehren.

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