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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Deutschen Bahn

Bielefeld (ots) - Der Schaden, den die Lokführer mit ihren Streiks verursachten, ist mit 500 Millionen Euro viel größer als der aktuelle Gewinnrückgang der Deutschen Bahn. Rechnet man noch die Folgekosten für Unwetter und die neue Konkurrenz der Fernbusse hinzu, so kann das Halbjahresergebnis des bundeseigenen Unternehmens eigentlich nicht mehr überraschen. Bahnchef Rüdiger Grube tut dennoch gut daran, jetzt die Weichen für Reformen zu stellen. Denn weder können Streiks künftig ausgeschlossen werden noch werden Fernbusse oder gar Unwetter verschwinden. Eher schon wird neue Konkurrenz hinzukommen - dann, wenn der Gesetzgeber Konkurrenz auch auf den Fernstrecken der Bahn zulässt. Der Austausch einiger Vorstände war ein erster Schritt. Straffere Strukturen sind sinnvoll. Für den Kunden aber sind andere Dinge wichtiger: Dass Klimaanlagen nicht in jedem Sommer ausfallen. Dass die Züge nicht regelmäßig vor nassem Herbstlaub kapitulieren. Dass Weichen im Winter nicht eingefrieren. Dass die Bahn über die Ursache von Verzögerungen transparent berichtet. Dass das Personal noch freundlicher wird. Dass Fahrkarten nicht teurer werden. Und dass man nicht ständig Angst haben muss, durch Unkenntnis zu viel zu bezahlen.

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