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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Lance Armstrong bei der Tour de France

Bielefeld (ots) - Es war ruhiger geworden um Lance Armstrong. Der Hochleistungsdoper, der die Tour de France über Jahre illegal dominiert hatte, war ein bisschen in Vergessenheit geraten. Hauptsächlich Gerichte und Anwälte beschäftigten sich noch mit den Hinterlassenschaften des Mannes, der die Verlogenheit im Hochleistungssport wie kein anderer personalisiert. Am Donnerstag tauchte der US-Amerikaner wieder auf - bei der Tour. Als Gast. Als Geldbeschaffer für einen guten Zweck. Und die Hysterie war genauso groß wie zu schlimmsten Zeiten. Man hätte sich gewünscht, der Tour-Veranstalter hätte das nicht zugelassen, Armstrong wäre ignoriert worden. Doch dessen Faszination scheint noch immer zu wirken. Kritik gibt es aber auch. So findet Brian Cookson, der Präsident des Internationalen Radsportverbandes, Armstrongs Auftritt unangemessen und beklagt einen Affront gegenüber der Tour. Armstrongs Landsmann Greg LeMond, einst einer der größten Widersacher des Texaners und heute Eurosport-Experte, sagt: »Wenn er einen Funken Respekt hätte, würde er es nicht machen.« Aber Respekt hatte Armstrong noch nie. Er war ein Egomane, der nur eins sah: sich, sich, sich. Auch wenn der 43-Jährige nicht mehr bei der Tour fährt, geschadet hat er ihr erneut.

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