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Westfalen-Blatt: zur Verleihung des Reinhard-Mohn-Preises

Bielefeld (ots) - New York, Wuppertal. Kofi Annan, Rita Süssmuth. Manche, die unter dem westfälischen Minderwertigkeitskomplex leiden, könnten es als Abstieg empfinden. Tatsache aber ist, dass gerade der angesehene frühere UN-Generalsekretär und Träger des Reinhard-Mohn-Preises 2013 die Deutsche als Migrationsexpertin sehr schätzt. Unter anderem berief er sie in seine »Global Commission on International Migration«. Die Bertelsmann-Stiftung tat gut daran, bei der Suche nach dem diesjährigen Preisträger nicht nur in die Ferne zu schweifen. Wie so oft liegt auch hier das Gute sehr nah. Trotzdem war die Entscheidung wohl nicht einfach. Schließlich ist Süssmuth mit der Bertelsmann-Stiftung als Beirätin und als Freundin der Familie Mohn verbunden. Nicht deshalb, sondern dennoch verdient Rita Süssmuth den Preis. Natürlich, die Prophetin gilt nichts im eigenen Land. Als Vordenkerin ließ sie im Laufe ihrer Karriere so manchen Politiker hinter sich. Das verzeiht »Mann« ihr offenbar nicht gern. Es fiel jedenfalls auf, dass - von Landrat Sven Adenauer abgesehen - kein CDU-Politiker zur Preisverleihung kam. Schade, wenn es absichtslos geschah. Kleinlich, wenn dahinter mehr stecken sollte.

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