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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Seidensticker

Bielefeld (ots) - Natürlich sind die Lohnkosten in Schwellenländern wie Vietnam und Indonesien um ein Vielfaches niedriger als im wohlhabenden Deutschland. Aus diesem Grund wurde Asien in den vergangenen Jahren mehr und mehr zur verlängerten Werkbank westlicher Unternehmen. Tausende Jobs gingen hierzulande verloren. Man mag die Entwicklung beklagen - aber für viele Unternehmen war (und ist) die Verlagerung von Produktionsabläufen notwendig, um international wettbewerbsfähig zu bleiben und damit auch die eigene Existenz zu sichern. Die Bekleidungshersteller in Deutschland gehören zu den Branchen, die diesen Strukturwandel am härtesten erfahren mussten. Auch Seidensticker kann ein Lied davon singen. Dass der Hemdenspezialist nun aber weitere, kleinere Abteilungen nach Vietnam verlagert, ist für die betroffenen Mitarbeiter bitter. Die geplante Transfergesellschaft mag zwar soziale Härten abfedern - der Verlust des eigenen Arbeitsplatzes aber bleibt ein schmerzhafter Schock. Und man fragt sich, ob nicht eine andere, weniger radikale Lösung denkbar gewesen wäre.

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