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Westfalen-Blatt: zu Syrien

Bielefeld (ots) - Wer einen Gott hat, sollte ihm danken - mehrmals am Tag, dass er hier und jetzt leben darf. Seit mehr als 70 Jahren haben die Menschen in Deutschland keinen Krieg erlebt. Millionen von Kinder in Syrien und im Irak kennen nichts anderes. Sie haben ihre Heimat und einige ihrer Familienmitglieder verloren, können keine Schule besuchen und sind aufgrund ihrer Kriegserlebnisse gezeichnet für ihr ganzes Leben. Es gibt zwar eine militärische Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die versucht, die brutalen Kämpfer in ihre Schranken zu verweisen. Aber Millionen von Menschen haben in diesem Konflikt vergebens auf Schutz und Hilfe gewartet. Dem Hilfswerk Unicef geht das Geld aus. Gerade einmal die Hälfte der Projekte im Bürgerkriegsgebiet können verwirklicht werden. Doch niemand schämt sich dafür. Auch der UN-Sicherheitsrat hat total versagt. Im vergangenen Jahr wurden drei Resolutionen verabschiedet, die den Schutz der Zivilbevölkerung gefordert haben. Niemand hat die Umsetzung kontrolliert, weil die Konfliktparteien ihr eigenes Süppchen kochen. Auch das ist ein Verbrechen.

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