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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Mietpreisbremse

Bielefeld (ots) - Auch der Wohnungsmarkt richtet sich nach Angebot und Nachfrage. Wohnraum in Ballungsgebieten ist teuer, weil es zu wenig gibt. Wer in einer Großstadt in einen schön gelegenen Neubau ziehen möchte, zahlt einen entsprechenden Preis. Dass Geringverdiener in besonders gefragten Lagen nicht zum Zuge kommen, ist ein normaler Vorgang, den die Mietpreisbremse gewiss nicht stoppen wird. Kapital wird wegen niedriger Zinsen in das vermeintlich sichere Betongold investiert. Dieser Trend hält an und treibt die Preise für Grundstücke, Häuser und Wohnungen. Das gilt auch für Baukosten. Die Mietpreisbremse wird das strukturelle Problem - den Wohnungsmangel - nicht lösen. Statt sich in Preisregulierungen zu versuchen, sollte die Bundesregierung dafür sorgen, dass günstiger, zügiger und mit etwas weniger Energiesparwahn gebaut werden kann. Vor knapp einem Jahr initiierte Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD), die auch das Bauressort verantwortet, das »Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen«. Seitdem hat man davon nichts mehr gehört.

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