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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Filmstart von »Fifty Shades of Grey«

Bielefeld (ots) - Man kann über »Fifty Shades of Grey« die Nase rümpfen, das Buch als über weite Strecken langweilig und literarisch unbedeutend bezeichnen. Man kann den Hype rund um die Trilogie und den jetzt anlaufenden Film als übertrieben kritisieren, aber eines kann man nicht: »Fifty Shades of Grey« absprechen, eines der größten Phänomene der jüngeren Zeit zu sein. E. L. James hat es mit dem Ruch des Anstößigen und Verbotenen geschafft, das Thema Sexualität in die breite Öffentlichkeit zu katapultieren. Sie regt mit der Schilderung bestimmter Sexualpraktiken dazu an, über die Rollenverteilung zwischen Frauen und Männern zu diskutieren. Was erlauben die einen den anderen, wieviel Zwang ist legitim? Die Autorin hat Sexualität aus der Schmuddelecke herausgeholt, so dass jeder und jede das Buch ganz offen im Zug lesen kann. Das ist eine Leistung - viele literarisch bessere Bücher verstauben in Regalen. Einen Film zu »Fifty Shades of Grey« hätte es aber nicht gebraucht, das Buch setzt beim Lesen das Kopfkino genug in Gang. Der Film ist nur der Endpunkt der Vermarktung und Befriedigung des Voyeurismus.

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