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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Tunesien

Bielefeld (ots) - Was ist vom arabischen Frühling geblieben? In Kairo ist der Pharao Mubarak durch den Pharao Abdel Fattah al-Sisi abgelöst worden. Die Methoden der Machthaber vor und nach der Revolution haben sich kaum geändert. Auch in Libyen ist die Bilanz mager. Diktator Muammar al-Gaddafi ist weg, dafür regiert das Chaos im ganzen Land. Bleibt nur noch Tunesien: Vier Jahre nach Beginn der Jasminrevolution könnte dieses Land Vorbild für andere arabische Staaten auf dem Weg zur Demokratie sein. Mit dem Ergebnis der ersten freien und demokratischen Präsidentenwahl sind nicht alle Tunesier zufrieden. Das gehört zu den Spielregeln der Demokratie. Es kann nicht nur Gewinner geben. Damit aber das ganze Land nicht auf die Verliererstraße gerät, müssen die westlichen Staaten endlich ihre Versprechen einlösen. Daumendrücken allein hilft nicht weiter. Die hohe Arbeitslosigkeit, der Schuldenberg und der Streit zwischen den Säkularen und den Islamisten ist noch ungelöst - Probleme gibt es reichlich. Alle wird Wahlsieger Beji Caid Essebsi nicht lösen können. Der 88-Jährige kann nur Weichen stellen.

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