Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Lokführerstreik

Bielefeld (ots) - Die Streikstunden läppern sich. Natürlich dürfen die Lokführer für mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen kämpfen. In diesem Tarifkampf geht es aber auch um Macht. Deshalb tendiert das Verständnis der Bahnkunden gegen Null - wie das Tempo der Züge.

Gut für den, der jetzt noch umdisponieren kann: Unternehmen wie die Autohersteller laden ihre Waren auf Lkw. Reisende steigen auf Fernbusse und Pendler auf Fahrgemeinschaften um. Aber diese Form des persönlichen Krisenmanagements hat Grenzen. Die Spielräume sind schnell ausgereizt.

Was ist mit dem grundlegenden, gefühlten Recht auf Mobilität? Es geht in dieser Auseinandersetzung total unter. Die Zahl der Betroffenen übersteigt die Zahl der Streikenden um ein Vielfaches. Deshalb sollte das Mobilitätsrecht genauso ernst genommen werden wie die Koalitionsfreiheit der Streikenden. Jetzt sichert auch noch der Deutsche Beamtenbund der GDL Rückendeckung zu. Lokführer mit Beamtenstatus, sprich Streikverbot, ja, die gab es einmal - für Wartende auf dem Bahnsteig von heute erscheint das wie ein Traum voller Sehnsucht.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: