Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Abkommen mit der Ukraine

Bielefeld (ots) - Der Vertrag mit der Ukraine ist ein Symbol. Aber noch weiß niemand wofür. Die Geschichte des Assoziierungsabkommens steckt voller politischer Fehleinschätzungen, strategischer Missgriffe und Dummheiten. Wie groß der Einfluss dieser Irritationen auf den Ausbruch der Konflikte um die Krim und die Ostukraine waren, müssen Historiker herausfinden. Jetzt aber geht es darum, das zu tun, was man in den vergangenen drei Jahren versäumt hat: Das Dokument muss nachgebessert werden. Weil es an der politischen wie wirtschaftlichen Zerrissenheit der Ukraine, die an einer Schnittstelle zwischen Ost und West liegt, vorbeigeht. Das Land lebt von und mit beiden Blöcken - mit der EU, aber eben auch mit Russland und den übrigen Nachbarn. Es auf eine Seite ziehen zu wollen - egal welche -, bringt weder Frieden noch Wohlstand. Viel zu langsam scheint diese Botschaft bei allen Beteiligten anzukommen. Es macht keinen Sinn, Kiew in einen europäischen Vertrag zu ziehen, der neue Mauern zu seinen Nachbarn zieht. Die Ukraine braucht einen besonderen Status, der ihr eine Zukunft mit allen Seiten sichert.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: