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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema "DFB entzieht Bremen Länderspiel"

Bielefeld (ots) - Mut hat sie ja, die rot-grüne Landesregierung in Bremen. Die wegen ihrer hohen Schulden als »Griechen von der Weser« verspotteten Hansestädter haben sich tatsächlich mit dem mächtigen Deutschen Fußball-Bund angelegt. Die Vereine sollen für Polizeieinsätze bei sogenannten Risikospielen zur Kasse gebeten werden. »Verfassungsbruch«, rufen die DFB-Oberen und reagierten blitzschnell. Das Länderspiel gegen Gibraltar Mitte November findet nun eben nicht im Bremer Weserstadion, sondern in Nürnberg statt. Bedanken sollen sich die Bremer Fußballfans für dieses Foulspiel bei ihrem Senat - glauben die Fußballbosse. Deren Schritt könnte auch zu einem Eigentor werden. Denn Bremen will ja nicht für jeden Polizeieinsatz im und vor dem Stadion die Hand aufhalten, sondern nur für die Spiele, bei denen wegen der gewalttätigen Zuschauer ein großer Aufwand betrieben werden muss. Wer in den Urlaub fliegt, zahlt ohne zu murren eine Sicherheitsgebühr. Warum sollte Ähnliches beim Fußball nicht möglich sein? Der DFB sollte es hier besser nicht auf Volksbefragungen ankommen lassen.

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