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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Facebook

Bielefeld (ots) - Facebook manipuliert seine Nutzer; Google tut es ebenfalls. Schon vor Bekanntwerden der umstrittenen Psycho-Studie war offensichtlich, dass Facebook die Aktivitäten im Netzwerk bewertet und ein Computerprogramm darüber entscheiden lässt, welche Beiträge in der Chronik der Nutzer erscheinen - und welche unter den Tisch fallen. Die Bewertungskriterien sind ein streng gehütetes Betriebsgeheimnis so wie die Algorithmen, die die Suchergebnisse bei Google sortieren. Dass vordergründige Ziel ist, die Kunden möglichst lange auf der Internetseite zu halten.

Wenn jetzt - möglicherweise mit Hilfe der Ergebnisse der Studie - Auswahl und Bewertung stärker darauf ausgerichtet werden, dass die Nutzer sich wohl fühlen, könnten noch mehr Beiträge im Filter hängen bleiben. Themen, die ihn vielleicht nicht glücklich machen, die aber für seine Leben und seine Beziehungen wichtig sind. Die ungefilterte Wirklichkeit ist auf Facebook nicht zu haben. Wer sich auf das soziale Netzwerk verlässt, bekommt nur einen Ausschnitt von dem zu sehen, was sein soziales Umfeld bewegt. Diesen legt zudem Facebook fest. Und er wird kleiner.

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