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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Fahrradhelm-Urteil

Bielefeld (ots) - Ein Hoch auf die Bundesrichter, die diesmal der Freiheit den Vorrang vor der absoluten Sicherheit gegeben haben! Eine Bindung der Versicherungsleistung an das Tragen eines Fahrradhelms hätte nicht nur Ursache und Wirkung bei dem fraglichen Unfall auf den Kopf gestellt. Nicht die Schwächeren - in diesem Fall der Fahrradfahrer - müssen in die Verantwortung genommen werden, sondern die mit dem dicken Blechschutz, die Autofahrer. Die Niederlande sind ein gutes Beispiel, wie man durch Verkehrspolitik die Sicherheit der Fahrradfahrer verbessern kann. Man mag es für snobistisch halten, dass Erwachsene nicht behelmt ins Büro radeln wollen, weil sie unterm Kopfschmuck so schwitzen, dass sie dann erst unter die Dusche müssten. Man mag es auch für übertrieben halten, dass sie den Wind in den Haaren als kleinen Luxus von Freiheit genießen. Doch überall, wo die Helmpflicht durchgesetzt wird, geht die Zahl der Radfahrer zurück - zum Schaden der persönlichen Gesundheit und der Sozialversicherung. Von den Folgen für die Umwelt ganz zu schweigen. Radfahren muss Spaß machen dürfen.

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