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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Bundeshaushalt/zur Neuverschuldung

Bielefeld (ots) - »Zwei mal drei macht vier, widdewiddewitt, und drei macht neune! Ich mach mir die Welt, widdewidde, wie sie mir gefällt.« Leider ist nicht überliefert, ob die Haushaltspolitiker von Union und SPD am Ende der Etatberatungen das bekannte Pippi-Langstrumpf-Lied angestimmt haben. Grund genug dafür hätten sie jedenfalls gehabt. Denn, widdewidde, weg sind die drohenden zusätzlichen Schulden, wenn man nur kreativ genug rechnet. Dabei ist es am Ende unerheblich, ob die Neuverschuldung in diesem Jahr tatsächlich exakt die veranschlagten 6,5 Milliarden Euro erreicht. Viel wichtiger ist die langfristige Planung, die 2015 ja erstmals seit 1969 einen Haushalt ganz ohne neue Schulden und anschließend eine echte Tilgung vorsieht. Mit Sparen hat das aber leider wenig zu tun. Vielmehr wird der Staat mit Steuern überschüttet. So lässt sich selbst das teure Rentengeschenk ohne große Not bezahlen. Dumm nur, wenn die Konjunktur eines Tages erlahmen sollte. Dann sind alle Pläne Makulatur. Aber auch darauf kann man sich leicht einen Reim machen: Widdewiddewitt, Steuern rauf, schon sind wir quitt!

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