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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Einwanderung

Bielefeld (ots) - Deutschland ist Einwanderungsland: 1,226 Millionen Menschen sind im vorigen Jahr zu uns gekommen. Deutschland ist Auswanderungsland: Knapp 800 000 Menschen haben das Land verlassen. Der Saldo von 437 000 verwundert nicht. Deutschland zieht Leute aus ganz Europa an. Zwei Drittel der Zuwanderer kommen aus anderen EU-Staaten. Für die Bundesrepublik sprechen die stabile Wirtschaft, das hohe soziale Niveau und die allgemeine Freizügigkeit. Gegen Deutschland spricht die Sprache: Besonders qualifizierte und auswanderungswillige Asiaten ziehen im Zweifelsfall immer die USA oder England vor, wo die Verständigung leichter fällt und schneller funktioniert. Ganz klar: Vielfalt bereichert unsere Gesellschaft. In der Wahrnehmung der einheimischen Bevölkerung gibt es gute und weniger gute Zuwanderung. Politik und Behörden sind gefragt, Probleme mit Migration frühzeitig zu erkennen und zu lösen. Und zwar europaweit. Denn der absehbare Erfolg der populistischen Parteien bei der Europawahl hängt mit der Wahrnehmung von Zuwanderung zusammen.

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