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Westfalen-Blatt: zum Energiegipfel

Bielefeld (ots) - So einfach ist die Herkulesaufgabe also zu lösen?! Monatelang streiten Bund und Länder über die Richtung auf dem Weg zum Ziel Energiewende - und in wenigen Stunden des gemeinsamen Gesprächs ist die Marschroute abschließend geklärt. Diesen Eindruck wollten Bundesregierung und Ministerpräsidenten nach dem Energiegipfel in der Republik verbreiten. Doch das Misstrauen beim sensiblen Thema Energiewende ist inzwischen so groß, dass Ankündigungen wenig Glauben geschenkt wird. Einmal mehr lohnt es sich, den Blick zu schärfen - besonders für Stromkunden und Unternehmen, die nicht von irgendwelche Privilegien profitieren. So bleibt abzuwarten, wie das Tauziehen zwischen Energieminister Sigmar Gabriel und der EU um die Stromrabatte für die deutsche Industrie ausgeht. Und dann ist da noch die berüchtigte Ökostromumlage. Gabriel verspricht, dass die Energiegipfel-Kompromisse diese »nur« um weitere 0,2 Cent netto bis 2020 belasten sollen. Daran müsste sich die Regierung messen lassen. Doch sein Staatsminister schiebt gleich hinterher, dass die Umlage bis dahin ja ohnehin weiter steigt.

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