Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Timoschenko

Bielefeld (ots) - Julia Timoschenko hat ihren Frust nach dem Raub der Krim freien Lauf gelassen. Keine Frage, sie ist verbal entgleist und erlaubt einen Blick in Abgründe. Dabei überrascht die beinharte Wortwahl allerdings nur jene, die allein die makellose Erscheinung sehen, aber Timoschenko noch nie genau zugehört haben. Fast alle Zitate sind unstrittig, weil die Ex-Regierungschefin bestätigt, dass sie Putin am liebsten, sagen wir, zum Mond schießen würde. Der Rest ist Spekulation - und die hat es in sich. Putins Leute für Desinformation könnten die tadellose Tonaufzeichnung in Netz gestellt haben und der eigenen Presse noch vor allen anderen einen Tipp gegeben haben. Es wäre der dritte Fall dieser Art im neuen Kalten Krieg der Version 2.0 zwischen Putin und der EU. Die andere Variante unterstellt, Timoschenko habe die Indiskretion geplant, um im fast verlorenen Präsidentschaftswahlkampf zu punkten. Schließlich wird der einstigen Gasprinzessin von einigen eine heimliche Neigung zu Putin nachgesagt. Das wäre allerdings so hanebüchen, dass sich so etwas nur der russische FSB ausgedacht haben kann.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: