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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Ukraine

Bielefeld (ots) - Viktor Janukowitsch vom Hof gejagt, Julia Timoschenko direkt aus dem Straflager auf die Bühne des Maidan geschoben: Der von einem Teil des ukrainischen Volkes erzwungene Machtwechsel lässt an Deutlichkeit nichts vermissen. Gänsehaut bei den Beobachtern aus der Ferne; tiefe Ergriffenheit bei denen, die diesen Sieg errungen haben; Mittun hoffentlich auch in den Landesteilen, die immer noch mehr an Russland als an Europa glauben. Dabei ist noch nichts sicher in Kiew. Vieles geht sogar entschieden zu schnell. Bloß keine neue Kommandowirtschaft! Jetzt muss der Oberste Rada, das streitbare und mitunter mit Fäusten argumentierende Parlament, alles richtig machen. Unter dem Eindruck der Todesschüsse auf dem Maidan zeigen die Abgeordneten aus dem Janukowitsch-Lager derzeit Einsicht und Kooperation. Die Bereitschaft zum Neuanfang kann aber schnell verfliegen. Der dräuende Staatsbankrott übt zusätzlich mörderischen Druck aus. Die EU hat den Mund spitz gemacht. Jetzt muss sie auch pfeifen. Nichts wäre schlimmer, als Finanzzusagen zu brechen.

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