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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu den Anschlägen in Wolgograd

Bielefeld (ots) - Drei Terroranschläge in Wolgograd und ein weiterer ebenfalls in Südrussland seit Ende Oktober, die vorerst letzten Attacken mit dem höchsten Blutzoll innerhalb von 24 Stunden: Hergang, Dramaturgie und Hinterhältigkeit lassen unschwer das Muster erkennen. Islamisten wollen die Olympischen Winterspiele im Februar in Sotschi ernsthaft stören. Den Blutzoll soll die russische Bevölkerung zahlen.

Ihr erstes Ziel haben die Verfechter eines Gottesstaates unter Putins Fuchtel erreicht. Die Welt schaut auf die Schwarzmeerküste. Wer sich bislang mit der vor Winterspielen üblichen Frage beschäftigte, ob da überhaupt Schnee zu erwarten sei, muss erkennen: Sotschi liegt nicht nur südöstlich der Krim, es grenzt auch an die »gewalttätigste Region Europas«. Die International Crisisgroup hat dem Nordkaukasus diesen zweifelhafte Titel jüngst erneut verliehen.

Seit der blutigen Geiselnahme tschetschenischer Terroristen in einem Moskauer Musicaltheater vor elf Jahren ist die Brisanz bekannt. Dennoch bekam Sotschi den Zuschlag - im Vertrauen auf Wladimir Putin und sein Händchen für innere Sicherheit.

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