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Westfalen-Blatt: DAs WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Russland/Chodorkowski/Pussy-Riot-Frauen

Bielefeld (ots) - Der kommende olympische Friede scheint einen großen Herrscher milde zu stimmen. Wladimir Putin hätte gewiss nichts dagegen, wenn sich dieser Eindruck nach der jüngsten Amnestie verfestigte. Die Realität sieht allerdings anders aus. Der Kremlchef ist politisch viel zu durchtrieben, als dass er aus reiner Nächstenliebe handelte. Wir wissen nicht, weshalb Bundespräsident Joachim Gauck die Olympischen Winterspiele in Sotschi meidet. Und wir wissen auch nicht, ob die politisch begründeten Absagen von Frankreichs Premier, einer EU-Kommissarin und immer mehr Spitzenpolitikern den Menschenrechten in Russland zu neuer Bedeutung verhelfen. Aber ein Zusammenhang mit der Freilassung Michail Chodorkowskis ist unübersehbar. Jetzt gilt nur noch das Ergebnis. Und das zählt nicht allein für den ehemalige Oligarchen und die Pussy-Riot-Frauen, sondern vor allem für Dutzende kaum bekannte Kremlkritiker. Politische Justiz, wie in Russland und in der Ukraine an der Tagesordnung, ist inakzeptabel. Deshalb sollten sich die Dankadressen an den neuen Zaren in Grenzen halten.

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