Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Erhöhung des Bußgeldes im Straßenverkehr

Bielefeld (ots) - Einen Aufschrei der Empörung wird es angesichts des angekündigten Aufschlags für Parkvergehen vom kommenden Jahr an wohl kaum geben. Dazu besteht auch kein Grund, und dazu ist die Erhöhung um fünf Euro eindeutig zu human. Vor allem hinsichtlich der drastischen Steigerungen bei den Bußgeldern in der Vergangenheit. Während der derzeitige Strafenkatalog für Falschparker seit 20 Jahren im Prinzip unverändert gilt, haben sich die regulären Parkgebühren in diesem Zeitraum vervielfacht. Da ist es oft lohnenswert, das Risiko eines möglichen Knöllchens in Kauf zu nehmen. Einmal erwischt zu werden, kostet immer noch weniger, als drei Mal die Parkuhr für mehr als eine Stunde zu füttern. In Großstädten ist das Verhältnis noch besser - für Parksünder. Das wird vom kommenden Jahr an anders. Für Städte und Gemeinden könnte das zumindest ein paar Euro mehr in den arg gebeutelten Haushalten bedeuten - entweder aufgrund der in Zukunft besseren Zahlungsmoral beim Parken oder aber, weil die Arbeit der Politessen mehr Geld in die Kassen bringt.

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