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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Lebensversicherungen

Bielefeld (ots)

Seit der Senkung des Garantiezinses auf 1,75 Prozent sind Kapitallebensversicherungen bei vielen Verbrauchern in Ungnade gefallen. Die Rendite ist ihnen zu schlecht. Neuanträge gingen zurück. Nur Bürger mit älteren Verträgen, bei denen der Garantiezins bis zu vier Prozent beträgt, können sich freuen - jedenfalls solange ihre Versicherung nicht selbst in Existenznot gerät. In der Tat: Die andauernde Phase niedriger Zinsen ist nicht nur Gift für Millionen Anleger. Sie könnte auch Versicherer an die Grenze ihrer Finanzkraft bringen. Schließlich müssen sie das, was sie ausschütten, selbst erwirtschaftet haben. Wer aber heute - bei einem Leitzins von 0,75 Prozent - eine Rendite von vier Prozent erzielen möchte, kann dies nicht ohne Risiko tun. Das Finanzministerium wittert Gefahr, die Versicherer selbst geben Entwarnung - wohl auch, weil sie um ihr Geschäftsmodell fürchten. So wird offenbar, wie sehr die Schuldenkrise das sensible Wirtschaftsgeflecht ins Wanken bringt. Die Niedrigzinspolitik muss ein Ende haben. Unter diesen Vorzeichen ist es ein Hohn, wenn der Staat von den Bürgern verlangt, mehr private Altersvorsorge zu betreiben.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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