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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld)zum Urteil im Fall Mirco (korrigierte Fassung)

Bielefeld (ots) - Ein anderes Urteil hätte es nicht geben dürfen. Die verhängte lebenslange Freiheitsstrafe und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld sind der vorläufige juristische Schlussstrich unter ein bestialisches Verbrechen. Doch anders als in anderen Prozessen dieser Art bleibt in diesem Fall eine tiefe Leere zurück. Eltern, aber auch Richter, Rechtsvertreter und neutrale Beobachter haben keine Antwort auf das Warum erhalten. Warum ein bis dato unbescholtener Familienvater einen Zehnjährigen entführt, missbraucht und ermordet. Der Täter hat immer neue Geschichten erzählt. Lügengebilde, die das Leid der Eltern noch weiter verstärkt haben dürften. Dass der Anwalt des Verbrechers jetzt in die Revision geht, ist rein rechtlich legitim. Doch eine »tief verwurzelte Reue« seines Mandanten dafür anzuführen, ist schlichtweg eine Frechheit.

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