Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Frachtkontrollen

Bielefeld (ots) - Nacktscanner für Passagiere - aber Freiflug für Industriegüter? Das ist keinem Wähler zu erklären. Deshalb gibt es zu der Ankündigung von Politikern, künftig auch die internationale Luftfracht besser zu kontrollieren, keine Alternative. Dies festzustellen darf jedoch nicht bedeuten, dass die Kosten für die deutsche Volkswirtschaft außer Acht gelassen werden. Dabei sind die Ausgaben für die eigentliche Sicherheitstechnik noch die geringsten. Schwerer wiegen mögliche Folgen für den freien Welthandel. Jede Einschränkung trifft Deutschland als starke Exportnation zuerst. Die US-Regierung hat ihre Vorstellung von schärferen Frachtkontrollen lange vor den Sprengstoffpäckchen aus dem Jemen zu Papier gebracht. Das »C-Tpat«, eine angestrebte Handels- und Zollvereinbarung gegen Terrorismus, zielt darauf, Hersteller und Speditionen lange vor der Ankunft am Flughafen auf Sicherheitsstandards zu verpflichten. Grundlage wäre ein Zertifikat über lückenlose Kontrollen. Bezahlen wird am Ende die deutsche Industrie. Die Politiker müssen die Kosten kennen, auch wenn uns die Sicherheit die Ausgaben wert sein muss.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: