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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Tabaksteuer

Bielefeld (ots) - Auf diesen Schreck eine Zigarette. Deutschlands Raucher werden erneut zur Kasse gebeten. Es ist die sechste Steuererhöhung seit 2002, die Millionen Menschen ins Haus steht. Das mag so manchem Zeitgenossen überhaupt nicht schmecken. Aber der Staat braucht Geld für sein Sparpaket. Und weil er nicht die Industrie über Gebühr belasten will und damit womöglich Arbeitsplätze gefährdet hätte, müssen es die Raucher richten. Wieder einmal. Grundsätzlich ist gegen eine Erhöhung der Tabaksteuer nichts einzuwenden. Schließlich hat sie in der Gesundheitspolitik eine Art Lenkungswirkung. Die teuren Glimmstängel sollen vor allem Jugendliche vom schädlichen Nikotin fernhalten. Dennoch darf man bezweifeln, dass es der Regierung nur um die Gesundheit geht. Vielmehr ist der Staat auf die Tabaksteuer, die zuletzt nur noch 13 Milliarden Euro einbrachte, angewiesen. Tendenz fallend. Wenn nun Raucher massenweise dem Qualm entsagen würden, wäre das womöglich nicht im Sinne des Staates. Die stufenweise Erhöhung der Steuer soll genau das verhindern. Es kling verrückt, aber: Weniger Raucher kann sich der Staat nicht leisten.

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