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Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt zum Thema Stuttgart 21:

Bielefeld (ots) - Strafanzeigen, Eilanträge und jetzt auch noch Morddrohungen: Im Streit um den Stuttgarter Bahnhofsneubau sind kaum noch Steigerungen vollstellbar. Nun muss der angeblich vom Aussterben bedrohte Juchtenkäfer dafür herhalten, die Rechtswidrigkeit von Baumrodungen auf dem Neubaugelände zu unterstreichen. Die Projektgegner lassen nicht locker und ärgern die Befürworter mit immer neuen Demonstrationen, bei denen Tausende von zumeist braven Bürgern ihr Nein zum Milliardenprojekt vorbringen. Das ist jetzt das Problem der Neubaubefürworter. Es fehlt das Feindbild vom gewaltbereiten Chaoten, der alles nur zerstören will. Hier im Schwabenland demonstrieren diesmal Bürgerliche und Alternative Hand in Hand. Und weil die Politiker auch keinen Ausweg kennen, rufen sie nach einem unabhängigen Mediator. Bei Tarifverhandlungen ist ein Streitschlichter noch vollstellbar - aber in Stuttgart? Mit jedem Tag wird eine weitere Mauer eingerissen, noch ein Baum mehr gefällt. Was weg ist, wird kaum wieder aufgebaut. Wenn die Verantwortlichen es ernst meinen, lassen sie die Bauarbeiten ruhen.

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