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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Wahl in Schweden

Bielefeld (ots) - Wer wissen will, welchen Segen und Fluch das Streben nach politischem Konsens mit sich bringt, dem wird derzeit in Schweden eine erstaunliche Lektion erteilt. Im Konsens wird die künftige Minderheitsregierung von Staatsminister Fredrik Reinfeldt die Geschicke des Landes bestimmen müssen. Das wird gelingen, darin sind die Schweden geübt. Die schwedischen Grünen, bislang in der Opposition, haben gestern bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert. Denn trotz der einschneidenden Reformen in den 90-er Jahren hängen die Skandinavier immer noch am Volksheim-Mythos. Die über Jahrzehnte geprägte Rolle von Staat, Gemeinschaft und sozialer Verantwortung ist tief verwurzelt. Aber gerade dieser Konsens, manche sagen auch Gleichförmigkeit, hat die politischen Rattenfänger stark gemacht. Mit den Schwedendemokraten könnte plötzlich eine rechtspopulistische Partei Zünglein an der Waage spielen. Aber sie wird es nicht. 1991 war die ähnlich gestrickte Partei Neue Demokratie in den schwedischen Reichstag eingezogen - und schnell wieder verschwunden. Auch diesmal wird's der Konsens richten.

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