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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema "Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bank"

Bielefeld (ots) - Wie sich die Zahlen gleichen: Die japanische Regierung will die Konjunktur im Land der aufgehenden Sonne mit 8,6 Milliarden Euro ans Laufen bringen. Etwa die gleiche Summe, acht bis neun Milliarden Euro, erwartet die Deutsche Bank von ihrer bevorstehenden Kapitalerhöhung. Beide haben großes Zutrauen: Tokio in die Stärke der eigenen Wirtschaft, die offenbar nur auf eine Initialzündung wartet, und die Deutsche Bank in die Börse. Tatsächlich hat sich der Dax aus dem Tal der Krise verabschiedet und nach langem Aufwärtstrend bei 6200 Punkten festgesetzt. SDax und MDax folgen im Geleit. Die Deutsche Bank hat also den richtigen Zeitpunkt abgepasst. Dass die eigenen Aktionäre trotzdem skeptisch sind, hängt nicht nur daran, dass sich ihr persönlicher Anteil an der AG verringert. Manche haben wohl auch noch das Wort Josef Ackermanns im Ohr, dass die Deutsche Bank die Krise ohne zusätzliches Kapital bewältigen werde. Tatsächlich wird das Geld nach offiziellen Angaben zur Finanzierung des Postbank-Kaufs benötigt. Ob dabei auch »Basel III« eine Rolle spielt? Angesichts der neuen Anforderungen an Kreditvergaben ist selbst die »Deutsche« nicht überkapitalisiert. Bernhard Hertlein

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