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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Israel

Bielefeld (ots) - Israels Piratenakt in internationalen Gewässern war genauso unsinnig wie die gesamte Solidaritätsfahrt im Stil einer im Desaster endenden PR-Aktion. Woche für Woche passiert eine höhere Tonnage an Hilfsgütern die an sich geschlossene Grenze zwischen Israel und dem Gaza-Streifen als die sechs gestern aufgebrachten Schiffe an Bord hatten. Ob Waffen unter den Hilfsgütern lagen, wird sich erweisen. Prominente und 30 Kameras an Bord aber zeigen, mit welchen Mitteln hier auch gekämpft wurde. Und gerade deswegen hätte Israel Vernunft beweisen müssen und den Polit-Zirkus einfach passieren lassen können. Wer Elite-Soldaten losschickt, nimmt in Kauf, dass es Tote gibt. Es kann keine vernünftige Lösung geben, wenn ausgebildete Killer auf palästinensische Aktivisten und politische Friedensträumer stoßen. Das hätte allen Seiten vorher klar sein müssen. Israel steht jetzt zurecht am Pranger. Arabische Länder reden sogar von neuer Kriegsgefahr, die Europäer echauffieren sich wie immer und Russland wird unisono mit China spätestens im Weltsicherheitsrat den Druck auf Tel Aviv und Washington erhöhen. Es gibt niemanden, der von der gestrigen Zuspitzung profitiert, nicht einmal die einfachen Palästinenser selbst, die erstmals Hoffnung hatten, Hilfe zu erhalten, ohne mit der terroristischen Hamas teilen zu müssen.

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